Aus Tierrechtsgruppe wird Tierbefreiung Dresden

Liebe Blogleser*innen,

nach der Sommerpause starten wir in die zweite Hälfte des Jahres und zwar im neuen Gewand mit frischer Webseite. Aus Tierrechtsgruppe Dresden wird Tierbefreiung Dresden. Wir haben uns entschlossen, mit unserer
Gruppe ein neue Richtung einzuschlagen und haben einiges strukturell verändert.
In den letzten 10 Jahren verstand sich unsere Gruppe als sehr offen und heterogen. Wir boten interessierten Menschen in und um Dresden die Möglichkeit sich für Tierrechte, Tierbefreiung und Veganismus zu informieren oder selbst aktiv zu werden. Durch unterschiedlich politische Ausrichtungen und Interessen der Aktiven innerhalb unserer Gruppe kam es immer wieder zur Fluktuation und dem Gefühl, auf der Stelle zu treten. Deshalb entschlossen wir uns, unsere Gruppe neu aufzustellen. Unsere persönlichen Einstellungen haben sich in den letzten Jahren verändert und wir wollen diese Weiterentwicklung mit der Umbenennung unterstreichen.

Tierrechte und (gesellschaftliche) Tierbefreiung meinen vielleicht in erster Linie das Gleiche. Jedoch sehen wir „Recht“ als Konstrukt, das von privilegierten Menschen an andere Gruppen von Individuen verliehen werden. Für uns steht der Begriff „Befreiung“ vielmehr für die Suche einer gesellschaftlichen Auseinandersetzung, die nicht durch die Gewährung oder Erkämpfung von Rechten beendet ist, sondern immer wieder nach einschränkenden Lebensbedingungen und der sozialen Stellung von nichtmenschlichen Tieren in unserer Gesellschaft fragt, mit eben dem Ziel, sie aus diesen Verhältnissen zu befreien. Wir wünschen uns Selbstbestimmtheit und Freiheit von menschlicher Willkür (oder Gnade) für alle Menschen und nichtmenschlichen Tiere.

Zur neuen Webseite geht’s hier: http://tierbefreiung-dresden.org/. Dort ändert sich jedoch in nächster Zeit noch einiges, also schaut am besten regelmäßig vorbei, um nichts zu verpassen.

Außerdem haben wir uns dazu entschlossen, Facebook den Rücken zu kehren und unser Profil zu löschen. Wir hatten schon immer ein eher mulmiges Gefühl, was den Datenschutz betrifft. Privatpersonen werden trotzdem an passenden Stellen Infos über unsere Veranstaltungen streuen. Ansonsten gibt es ja immer noch den Newsletter und die Webseite.

Tierbefreiung Dresden

„Wir haben es satt“ – Demo in Dresden

Ein breites Bündnis von Verbraucher-und Agrarverbände will am Samstag, 5. Juli 2014, für gutes Essen und zukunftsfähige Landwirtschaft demonstrieren. Die Initiatoren der Demonstration hoffen noch vor der Landtagswahl am 31. August 2014 ein klares Zeichen für eine umweltgerechte und soziale Agrarpolitik setzen zu können.

*Auch wir haben es satt *

Wie die Veranstalter der „Wir haben es satt!“-Demo in Dresden, sagen auch wir von der Tierrechtsgruppe Dresden NEIN zu Massentierhaltung, Lebensmittelspekulation und Gentechnik. Aber: Diese Forderungen gehen uns noch lange nicht weit genug! Wir sagen auch NEIN zu jeder Form von (Tier-)Ausbeutung, dem Konsum von nichtmenschlichen Tieren und Tierprodukten. Die im Demonstrationsaufruf geforderten Tierschutzaspekte stellen das Mensch-‘Tier‘-Verhältnis nicht weiter in Frage. Uns geht es nicht um bessere Tierschutzkriterien wie größere Käfige und eine „artgerechte Haltung“, sondern darum, die Ausbeutung von Mensch und ‚Tier‘ als Ganzes zu bekämpfen und zu beenden!

Beim Konsum von Biofleisch oder tierlichen Produkten aus sogenannter artgerechter Haltung, besteht weiterhin das grundlegende Problem, dass der Wert des Lebens der Tiere sich nur nach der ökonomischen Verwertbarkeit ihrer Körper bemisst. Die Tiere bleiben so Teil eines gigantischen System der Ausbeutung und der damit verbundenen kapitalistischen Verwertungslogik. Ihr Recht auf Leben, Freiheit und Unversehrtheit wird weiterhin ignoriert. Das Verfügen über fühlende und leidensfähige Lebewesen, deren Züchtung, Manipulation, Kontrolle und Nutzung sowie die Missachtung ihrer Interessen bleiben bestehen. Die Einschränkung ihrer Freiheit und das gewaltsame Beenden ihres Lebens kann niemals artgerecht sein. Lebewesen werden zu „Nutztieren“, weil ihnen diese Bezeichnung und Funktion von Menschen aufgedrückt werden. Diese sind veränderbar und keine Tatsachen. Gewohnheit und Geschmack können das lebenslange Leiden und die grausame Tötung unzähliger Individuen nicht rechtfertigen. Auch wenn viele Menschen selbst keine Tiere umbringen könnten – für die Tiere spielt es keine Rolle, wer sie tötet. Kauf und Konsum von Fleisch sind ein Auftrag zum Töten und fördern ein System von Ausbeutung, Profitgier und Tierleid, aber auch von Lebensmittelskandalen und Krankheiten unter Menschen und Tieren.
Tiere sind keine Ware, keine Lebensmittel und kein „Nutzvieh“, sondern individuelle leidensfähige Lebewesen mit eigenen Interessen und vielfältigen Bedürfnissen. Sie müssen aus menschlichen Verfügungszwecken befreit und ihr Lebens- und Freiheitsrecht anerkannt und verteidigt werden. Ernährung ist längst keine Privatsache mehr, sondern betrifft zwangsläufig immer andere, deren Interessen berücksichtigt oder verletzt werden. Jeder Mensch entscheidet sich bei seinem Konsum für oder gegen Leiden, Schmerzen und Tod.

*Die Alternative: vegan leben – bio, veganer Landbau! *

Eine ausgewogene und gesunde Ernährung ohne Fleisch oder andere tierliche Produkte ist in allen Lebenslagen (auch in der Schwangerschaft und im Kleinkindalter) problemlos möglich. Vegan lebende Menschen haben im Schnitt eine bessere Versorgung mit Ballaststoffen, Mineralstoffen und Vitaminen. Das Risiko der meisten Krebserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose und anderen Formen von degenerativen Erkrankungen wird erheblich reduziert. Lediglich auf eine ausreichende Vitamin B12-Zufuhr sollte geachtet werden. Fleisch- und Wurstalternativen in allen erdenklichen Varianten gibt es teilweise in Supermärkten, fast in allen Bio- und Reformläden und bei veganen Versänden.

„Galerie des Entsetzens“ – Live-vertonte Gedichtlesung und Kunstausstellung

Dienstag, 24. Juni | 18.30 Uhr | Café v-cake, Rothenburger Str. 14 | Eintritt frei, Spenden erwünscht

Dieses Buch zeigt Tiere auf eine neue Art. Aus der Tierrechtsperspektive des Lyrikers Tobias Hainer und des Künstlers Chris Moser werden Tiere nicht als Objekte oder legitime Waren, ebenso wenig als Begleiter_innen und Freund_innen, sondern als ermordete und gewalttätig zur Ware gemachte Subjekte betrachtet und dargestellt. Er ist eine „Galerie des Entsetzens“, welche „die ungeschminkte Wahrheit über Mensch-Tier-Verhältnisse“ offenbart und die Qualen und Ermordung von (nichtmenschlichen) Tieren zum Ausdruck bringt.

Tobias Hainer ist Musiker, Lyriker und seit 15 Jahren Aktivist der emanzipatorischen Tierbefreiungsbewegung. Chris Moser war als Künstler und Aktivist einer der Angeklagten im Wiener Neustädter Tierschutzprozess. Ihm wurde vorgeworfen ein „führendes Mitglied“ der Österreichischen Animal Liberation Front zu sein.

Dieser Band ist der zweite aus der neuen Schriftenreihe von die tierbefreier e.V., die vereinsnahen Themen und Autor_innen einen Platz bietet. Die gesamten Einnahmen aus der Schriftenreihe fließen in die Förderung von Tierrechtsaktivismus und vereinsinternen wie externen Tierrechtsprojekten.

Weitere Infos auf http://www.tierbefreier.de/schriftenreihe/band2/.

Aktionstag gegen Tierausbeutung am 10. Mai 2014 in Berlin

Vor 2 Jahren hat sich die Berliner Tierbefreiungsaktion (BerTA) zu ihrem 15-jährigen Bestehen entschlossen, das Konzept “Leichen pflastern Deinen Weg” zu nutzen, um über die vielen verschiedenen Orte aufzuklären, die direkt oder indirekt an der Ausbeutung von nichtmenschlichen Tieren beteiligt sind und davon profitieren. Dieses Jahr wollen wir am 10. Mai 2014 wieder ab 12 Uhr vor verschiedenen Geschäften in der Wilmersdorfer Straße in Berlin demonstrieren, um über die Hintergründe von “Tierprodukten” wie Milch, Eier, Fleisch, Leder und Pelz aufzuklären und eine Gesellschaft ohne Ausbeutung zu fordern!
Es werden zeitgleich vor McDonalds, Burger King, Lidl, Netto, Apotheken, Schuhläden, Karstadt, Gourmétage und weiteren Geschäften Kundgebungen stattfinden, um auf die allgegenwärtige Gefangenhaltung, Ausbeutung, Vermarktung und Tötung von nichtmenschlichen Tieren für vielfältige menschliche Bedürfnisse aufmerksam zu machen.

Im Anschluss an die Einzelkundgebungen wird es noch einen großen Demozug mit Zwischenkundgebungen über den Kurfürstendamm bis zum Berliner Zoo geben.

Wilmersdorfer Straße, 12:00 Uhr – 14:30 Uhr:
Leichen pflastern Deinen Weg – Einzelkundgebungen

U-Bhf Wilmersdorfer Str., ca. 15:00 Uhr:
Demonstrationszug zum Zoologischen Garten

Einige Aktivist_innen der Tierrechtsgruppe Dresden werden den Aktionstag mit einer Kundgebung zum Thema Tierversuche vor einer Apotheke unterstützen.

Vegan Bake Sale

Morgen, am 29. April, beteiligen wir uns am Vegan Bake Sale. Unser Stand wird von 16 bis 18 Uhr im Alaunpark zu finden sein. Wir freuen uns über alle, die vorbei kommen und uns vielleicht sogar etwas Leckeres zum Verkauf vorbei bringen. Der Erlös geht an unseren Dachverein, die tieberfreier e.V.