Archiv der Kategorie 'Berichte'

Bericht zum Protest gegen den Dresdner Weihnachtszirkus am 18. Dezember 2013

Am 18. Dezember 2013 versammelten sich Aktivist_innen der Tierrechtsgruppe und andere Menschen von 17 bis 18.30 Uhr vor dem Volksfestgelände in der Pieschener Allee. Mit etwa 15 bis 20 Teilnehmer_innen war die Protestaktion beschaulich, aber dennoch nicht erfolglos. Es konnten einige Flyer verteilt werden; die Reaktionen der Zirkusbesucher_innen waren erwartungsgemäß negativ und spöttisch. Erfreulicherweise es gab aber auch Zuspruch und Kommentare, die Empathie gegenüber Tieren in Zirkussen bekundeten. Zwei Transparente sowie Schilder machten auf das Leid der Tieren aufmerksam, darüber wurde einen Redebeitrag ausgearbeitet, der während der Kundgebung mehrmals verlesen wurde. Es gab keine Auseinandersetzungen oder Provokationen seitens Zirkuschef Mario Müller Milano, was wahrscheinlich auf das erstarkte Polizeiaufgebot gegenüber vorigen Jahren rückzuführen ist.

Im Vorfeld erreichte uns eine E-Mail von der Sächsischen Zeitung mit dem Hinweis, dass einen Tag zuvor ein gefälschtes Schreiben an Presse und Medien geschickt wurde, welches besagte, dass alle Zirkusvorstellungen aufgrund einer unangekündigten Untersuchung des Veterinäramts abgesagt wurden. Auch wurden in Briefkästen gefälschte Freikarten für die Vorstellungen am 18. und 19. Dezember verteilt, damit sich Besucher_innen einen Einblick in die sogenannte „artgerechte Haltung“ von Tieren im Dresdner Weihnachtszirkus verschaffen können. Mit diesen Aktionen hat die Tierrechtsgruppe nichts zu tun.

Wir protestieren auf legalem Wege durch Kundgebungen gegen das Leid der Tiere in Zirkussen sowie das bestehende Mensch-Tier-Verhältnis, welches in den meisten Fällen – und so auch im Zirkus – auf Zwang, Qual und Bevormundung basiert.

Audiomitschnitt des Vortrags vom 7. April 2013

Im Anschluss an den Brunch am 7. April 2013 hat eine Aktivistin der Tierrechtsgruppe einen Vortrag zum Thema „Naturalismus, Vegetarismus, Veganismus und Rohveganismus in der französischen anarchistischen Bewegung 1895-1938“ gehalten. Der Vortrag fand im Rahmen der Vortragsreihe Think about. statt.

Den Audiomitschnitt gibt es hier: http://snd.sc/ZCbQ3F

Abgesagt! VeranstalterInnen geben nach und sagen die Elefantenparade vorm SemperOpernball ab

Die VeranstalterInnen des SemperOpernballs haben vermutlich wegen angekündigter Proteste von mehreren Seiten die Elefantenparade auf dem Neumarkt kurzfristig abgesagt.

Auch wir riefen zu Protesten auf, informierten die Medien und verfassten folgenden Aufruf:

Mittwoch, 30.01.13

Was haben Vorführungen von in Afrika gefangenen und nun unter grausamen artwidrigen Bedingungen „lebende“ Elefanten auf dem Dresdner Neumarkt verloren? Gar nichts!

Für die Eröffnung des SemperOpernballs am Freitag, den 1. Februar, sollen drei Elefanten eine Parade abhalten. Deshalb soll vor der Semperoper ab 16.15 Uhr gegen die Benutzung der Elefanten für die Belustigung von OpernballteilnehmerInnen, PolitikerInnen, Schaulustigen und Medien demonstiert werden.

Bei den Elefanten handelt es sich allesamt um Wildfänge, die von Sonni Frankello unter anderem bei Circus Krone mit Gewalt zu Zirkustricks und zu ähnlichen Paraden gezwungen werden. Timba, Mala und Kenia wurden ihrem natürlichen Lebensraum in der afrikanischen Savanne entrissen und mittels Drill, Gehorsamkeitsübungen und der Zufügung von Schmerzen zur Unterordnung unter den Menschen gezwungen. Seitdem dienen sie der Unterhaltung von Menschen in Städten und Manegen, begleitet durch permanente Unterdrückung ihrer Bedürfnisse und natürlichen Verhaltensweisen.
Für die Elefanten bedeutet die Gefangenschaft als Tier in der „Unterhaltungsindustrie“ ein Leben in Käfigen, Transportern und Ketten. Mit Dreizack, Peitsche, Elektroschock, Futterentzug, Elefantenhaken werden ihnen Kunststücke und Gehorsam „beigebracht“. Sichtbar wird die Gewalt durch die Elefantenhaken, die die unterdrückenden Menschen ständig bei sich tragen müssen. Der Einsatz des Hakens ist für die Elefanten sehr schmerzhaft und wird mit anderen brutalen Methoden, wie der viel zu frühen Trennung der Jungtiere von ihren Eltern, angewendet, um die Tiere dressieren zu können. Mit dem Haken traktieren Tierpfleger und „Dompteure“ ihre Opfer an empfindlichen Körperstellen (z.B. hinter dem Ohr, am Auge oder an den Geschlechtsteilen), um sie zu „unterwerfen“. Dressur und Vorführung von Elefanten ist ohne systematische Misshandlung der Tiere unmöglich!

Diese öffentlich beworbene Demütigung und Vorführung der Elefanten und deren Erhebung zum Showevent, ist eine Förderung von Unterdrückung und Gewalt und eine Art der Propaganda, die Tatsachen leugnet und verdreht. Es ist eine Täuschung für alle, die es nicht besser wissen, begleitet durch Verharmlosung und Lügen.

Während weltweit Elefanten nach und nach in Show- und Zirkusveranstaltungen verboten werden, setzen die VeranstalterInnen des Opernballs dennoch auf diese antiquierte und auf Tierquälerei basierende Form der Unterhaltung. Dabei werden TeilnehmerInnen und BesucherInnen bewusst einem hohen Risiko ausgesetzt. Jedes Jahr töten und verletzen Elefanten in Gefangenschaft zahlreiche Menschen. Seit 1980 wurden in Zirkussen mindestens 52 Personen nachweislich von Elefanten getötet und etwa 145 Personen teilweise schwer verletzt (1).
Sonni Frankello selbst ist für sein rücksichtsloses Verhalten gegenüber Elefanten bekannt: Anfang 2012 ließ er seine Tiere über 20 Stunden auf einem Transporter stehen. 2011 bereiste er mit seinen Elefanten für eine Promotion-Tour zehn Innenstädte in zehn Tagen. 2006 wurde ein Auftritt bei einem Techno-Konzert aus Tierschutzgründen abgesagt.

Einen Aufruf zu Blockaden gegen die Zurschaustellung von Tieren gibt es auf „Linksunten“ (1). Darin wird aufgerufen alle Anfahrtswege nicht nur mit Sitzblockaden unpassierbar zu machen. Denn egal ob Nazidemo oder Tierqualparade, beides gehört blockiert.

Diese mittelalterlichen Methoden im Umgang mit den Tieren, ob in Zirkus, Zoo oder bei öffentlichen Veranstaltungen gehören abgeschafft! Gefangenschaft, Schmerzen, Strafe und permanente Bevormundung als Folge von Wildfängen und Tierdressuren sind nicht akzeptabel!
Die Elefanten gehören zurück nach Afrika und dem „Dompteur“ Sonni Frankello die Berufserlaubnis entzogen!

(1) Elefanten-Schutz Europa e.V.:
http://www.european-elephant-group.com/hintergrund_unfall.htm
(2) https://linksunten.indymedia.org/de/node/77490

Demonstration gegen den „Moscow Cat Circus“

Am Montag, dem 05. März 2012 gastierte der „Moscow Cat Circus“ in der Comödie Dresden. In Kooperation mit Menschen des Tierschutzvereins Dresden demonstrierten AktivistInnen der Tierrechtsgruppe vor der Comödie im World Trade Center. Es wurden einhundert Flyer verteilt, unzählige Diskussionen geführt, ein Transparent und verschiedene Plakate gehalten.
Auch wenn die Reaktionen meist nicht positiv waren und viele BesucherInnen der Überzeugung, „Katzen könne man zu nichts zwingen“, hoffen wir, dass durch die Fakten in unserem Flyer manche Menschen doch noch zu der Einsicht kommen, dass das Katzentheater seine Tiere schamlos ausbeutet und quält.
Für einen Zirkus ohne Tiere!

Update: Hier kann der Flyer heruntergeladen werden:
Flyer gegen den Moskauer Katzenzirkus (in deutsch und russisch)

Demonstration vor dem Katzentheater

Protest gegen Kaufhof in Leipzig, Samstag 25.2.12, 14 bis 17 Uhr

Kurz nach 14 Uhr versammelten sich etwa 15 Menschen in der Leipziger Innenstadt um gegen die Warenhauskette Galeria Kaufhof zu protestieren. Nach deren Wiedereinstieg in den Pelzhandel hatte die „Offensive gegen die Pelzindustrie“ (OGPI) zu Aktionstagen am 24. und 25. Februar aufgerufen, an denen sich die Gruppen alfred* aus Leipzig und die Tierrechtsgruppe Dresden mit dieser Kundgebung beteiligten. Direkt vor dem Eingang, der teilweise während der Aktion von sechs Security-Leuten bewacht wurde, wurden Pelze mit Kunstblut bespritzt und ausgebreitet, Schilder und Transparente gehalten und mit Straßenkreide gemalt. Bei angenehmem Wetter konnte die Aktion, zentral in der Shoppingmeile Leipzigs gelegen, von vielen PassantInnen wahrgenommen werden. So wurden fast 900 Flyer verteilt und viele Unterschriften gesammelt. Neben dem Druck der durch die Aktion auf Kaufhof ausgeübt wurde, konnten so auch viele andere Personen mit dem Problem des Handels mit „Produkten“ aus Tieren und deren Zurichtung zu Waren konfrontiert werden. Der dreistündige Protest wird dem Unternehmen gezeigt haben, dass die Proteste ernst gemeint sind und weitergehen werden, bis es erklärt, endgültig aus dem Handel mit Echtfell auszusteigen. Durch ungewöhnlich viele positive Reaktionen auf der Straße, den Austausch mit interessierten PassantInnen und Leuten, die von der ACTA Demo vorbeischlenderten sowie den AktivistInnen von Leipzig und Dresden untereinander, war die Stimmung sehr gut. Die Aktion insgesamt wurde von allen als positiv bewertet.